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17Draussen „drinnen“

 

 

 

Nach dem Gebet gönne ich mir ein paar Minuten Alleinsein. Mit dem Kübel schlendere ich ins Kinderzentrum, um ein bisschen Moos für die Krippe zu holen. Es war ein gefüllter Tag und jetzt ist es am Dämmern. Die Gedanken lasse ich mit dem starken, aber lauen Wind einfach fliegen. Ja, ich denke nicht. Ich bin einfach da und grabe meine Finger in die Erde, um das weiche Moos in grossen Flächen zu zupfen. Der Geruch der Erde ist frisch vom Regen und die Schneckenhäuser liegen verloren rum. Längst sind die paar Schlangen wohl in tiefere Erdlöcher oder unter die Steine gekrochen. Hockend  im Moos gucke ich in den Himmel. Schwere dunkle Wolken fetzen Richtung Norden. Sie sind mir wie zum Greifen nahe. Dann fallen schwere Tropfen. Ich horche auf ihr Fallen und strecke meine Hand aus. In der Tiefe meines Daseins spüre ich unglaubliche Dankbarkeit, dass ich hier sein darf, dass ich lebe, dass Gott in meinem Leben einen Platz hat und viele Menschen. Dann denke ich an Weihnachten und an die zweite Wiederkunft des HERRN auf den Wolken des Himmels.  Und ich frage IHN und mich gleichzeitig, ob ich IHN wohl erkennen werde, wenn es dann soweit ist. Ich spüre Sehnsucht und Licht und ahne ein klein wenig in diesem Moment von der Anbetung des Höchsten. Draussen „drinnen“…allein mit dem, der kommen wird.

 

17 dezember 2017

 

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